So bunt und abwechslungsreich wie das Schulleben an unsere Kaspar-Zeuß-Gymnasium waren auch die beiden Weihnachtskonzerte unserer Schule. Was diese so besonders machte.
Vom Marsch über Rockiges bis zum Weihnachtsklassiker war alles dabei: Nach dem großen Erfolg am Vortag in der Pfarrkirche in Tschirn, verzauberten Schülerinnen und Schüler sowie einige Lehrkräfte mit Liedern, Instrumental-Stücken und viel Herz auch am Mittwochabend ihr begeistertes Publikum in Oberrodach. Gemeinsam mit der Fachschaft Musik, Florian Beetz und Mario Götz, hatten diese ein ebenso klangschönes wie vielseitiges Programm erarbeitet, das für manche Überraschung gut war.
Seinen Beginn fand dieses in der in ein sanftes Licht getauchten Filialkirche Heilig Kreuz Oberrodach mit dem schwungvollen „Perlesreuther Marsch“, mitreißend dargeboten vom Instrumentalensemble. Der für ein Weihnachtskonzert durchaus außergewöhnliche Start war dabei nur eine Station einer wunderbaren Reise durch die Weihnachtszeit, die die hervorragend aufspielenden jungen Musikerinnen und Musiker mit den abermals sehr zahlreichen Gästen unternahmen. Mit frischen Stimmen und großer Begeisterung präsentierte der Chor klassische und moderne Adventslieder wie das zauberhafte „Was soll das bedeuten“, das vermutlich Teil eines volkstümlichen Hirtenspiels war, sowie das fröhliche „Zweig und Kerze, Plätzchen, Stern“. Der Schnee bedeckt Stadt und Land, fällt auf alles, was sich draußen befindet, und taucht die Welt in ein leuchtend helles Weiß – Durch Bilder winterlicher Stille lud das moderne volksliedhafte Advents- und Winterlied „Winter hüllt ein Stadt und Land“ von Lorenz Maierhofer zu vorweihnachtlicher Ruhe ein. Schön unisono klang das vom Chor gemeinsam mit dem Lehrer-Vokalensemble „Magistri Cantates“ zum Klingen gebrachte „A holly jolly Christmas“. Das zudem von den Lehrkräften in spürbarer Gemeinschaft angestimmte „Hör in den Klang der Stille“ unterstrich mit seiner romantisch-besinnlichen Schlichtheit die feierliche Atmosphäre.
Mit einfühlsamer Methodik, beeindruckender Fingerfertigkeit und hohem technischen Niveau spielte sich das wandlungsfähige Instrumentalensemble durch eine Reihe anspruchsvoller Musikkompositionen. Nach den majestätische Bläserklängen „Perlesreuther Marsch“ zu Beginn und dem Spiritual „My Lord, what a Morning!“ rockte das Ensemble zum Journey-Kracher „Don´t Stop believin“ so richtig ab. Ein Highlight des herrlichen Abends war der von Franziska Lindner, Helene Herzog und Daniel Wich auf ihren Klarinetten interpretierte John Miles-Welthit „Music“, einer der größten Erfolge der Rockmusikgeschichte schlechthin – Gänsehaut pur! Beim einzigartigen „Cielito Lindo“ gebührte die ganze Aufmerksamkeit der jungen Solistin Sarah Kölsche, die begleitet von Mario Götz am Klavier, die Wärme und den Klangfarbenreichtum ihres Cellos auf sinnlich schöne und nahegehende Art und Weise zur Entfaltung brachte. Weitere Glanzpunkte waren der von Anni Müller und Mario Götz vierhändig am Klavier interpretierte Klassiker „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ sowie die César Franck-Komposition „Prélude aus op. 18“, die Christiane Hadzelek mit viel Gefühl auf der Königin der Instrumente durch das Kirchenschiff schweben ließ.
Für mitreißende Stimmung sorgte die energiegeladene Performance der Schulband. Mit „Where are you Christmas!“ und den „Maroon 5“-Klassiker „This Love“ sowie Power-Zugaben riss die Band mit ihrer tollen Sängerin Mia Steube und deren ebenso kraft- wie gefühlvollen Stimme das Publikum nicht nur sprichwörtlich von den Stühlen – anzunehmen, dass derart rockige Musik nicht allzu oft das Kirchenschiff der Heilig Kreuz-Kirche erbeben lässt. Innig-ergreifend das von allen Mitwirkenden des Abends gemeinsam angestimmte „Do they know it´s Christmas?“, bevor auch alle Besucherinnen und Besucher beim bereits über 400 Jahre alten, vielleicht bekanntesten Adventslied „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ mitsangen und ihre Stimmen mit den Bläserklängen verschmolzen.
Durch das Programm führte der Musiklehrer Florian Beetz, der abschließend allen Mitwirkenden für ihr fleißiges Üben in den letzten Wochen sowie den beiden Pfarrgemeinden für deren Gastfreundschaft dankte.
Sehr erfreut über den bei beiden Weihnachtskonzerten hervorragenden Zuspruch, hatte die Schulleiterin Claudia Metzner alle Gäste willkommen geheißen. Der Abend, wünschte sie, möge gewissermaßen als helle Sonne die nicht nur jahreszeitlich bedingte Dunkelheit unserer Tage vertreiben. Dass sich das Kommen gelohnt hatte, bewies der langanhaltende Applaus am Ende des rund eineinhalbstündigen Musikgenusses. Im Anschluss luden Schüler/innen der Q 12 zum gemütlichen Ausklang vor der Kirche ein.
Heike Schülein
