Von Katharina Hauptmann und Anabel Knauer
In der letzten Schulwoche ging es für die Q12 auf Studienfahrt nach Prag. Nach einer langen Busfahrt und dem Verstauen der Koffer brachen wir das erste Mal in die Innenstadt auf. Dort wurde zuerst die Bayrische Repräsentanz besucht. Diese liegt mitten in der Prager Altstadt, wodurch wir bereits einen kurzen Eindruck von den baulichen Ensembles in der Umgebung gewinnen konnten. Martin Kastler, der Chef der Bayrischen Repräsentanz, brachte uns die bayrisch-tschechischen Beziehungen näher. Besonders erstaunlich war dabei, wie wichtig diese für beide Seiten sind, vor allem im Bereich der Wirtschaft. Danach begann die erste Stadtführung durch die Alt- und Neustadt. Diese wurde von uns selbst gestaltet, wodurch im Voraus eine eigene Auseinandersetzung mit den einzelnen Themen nötig war. Besonders beeindruckten uns dabei die bunten und prachtvoll verzierten Fassaden und die verschiedenen Baustile der Gebäude. Diese reichen von der Gotik bis hin zum Kubismus, wodurch auch die Entwicklung der Stadt hervorgehoben wird. Durch die Stadtführungen konnte man viel über die Entstehung Prags lernen und welche Ereignisse sie prägten. Betrachtet wurde dabei unter anderem die Astronomische Uhr am Altstädter Rathaus und das Jan-Hus-Denkmal. Anschließend überquerten wir gemeinsam die Karlsbrücke, sodass schon ein kleiner Einblick auf die Kleinseite gewonnen werden konnte. Richtig wurde sie dann aber am nächsten Tag erkundet.
Gleich am folgenden Morgen startete der Tag mit weiteren Stadtführungen, ebenfalls von uns gestaltet. Auf der Kleinseite besuchten wir zum einen die Deutsche Botschaft, wodurch wir mehr über die deutsche Geschichte und deren Bedeutung für Prag lernen konnten. Zum anderen betrachteten wir das Tanzende Haus, das Nationaltheater und noch vieles. Nach einer kurzen Mittagspause „bestiegen“ wir den Hradschin und konnten uns dort ein Bild von der größten geschlossenen Burganlage der Welt machen. Auch hier hinterließen die verschiedenen Baustile, aber auch die Größe des Bauwerkes sowie die unterschiedlichen Gebäudearten großen Eindruck. Darunter waren der St.-Veits-Dom oder auch der Königspalast. Um den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen, wurde eine Bootstour über die Moldau unternommen. Mit kühlen Getränken betrachteten wir gemeinsam mit den Lehrern die Gebäude an den Ufern der Stadt.
Am dritten Tag unternahmen wir eine Führung durch das Jüdische Viertel. Dabei wurden wir detailreich über das Leben der jüdischen Bevölkerung Prags im Laufe der Zeit informiert. Um dies zu visualisieren, besuchten wir mehrere Synagogen sowie den Jüdischen Friedhof. Die Spanne zwischen der am längsten aktiv genutzten Synagoge der Welt und einer im Gegenzug sehr modernen Synagoge ist vor allem im Gedächtnis geblieben. Besonders schön war dabei zu sehen, wie eindrucksvoll die Erinnerungskultur in Prag gepflegt wird. Für den Nachmittag stand das selbstständige Erkunden der Stadt auf dem Plan. Dies ermöglichte uns, eigenen Interessen nachzugehen und den letzten Abend gemeinsam mit Freunden ausklingen zu lassen.
Am letzten Tag wurde die Heimreise angetreten. Doch bevor es nach Hause ging, wurde die Burg Karlštejn besichtigt. Dort konnten wir abschließend wichtige Informationen über das Leben und die Amtszeit von Kaiser Karl dem IV. gewinnen. Nach dieser letzten interessanten Führung ging es dann zurück nach Kronach.
Rainer Gräbner
