Wenn die Welt zu klein wird: Ein Blick ins Sonnensystem

Der Nachthimmel stellt für viele schon immer eine große Faszination dar. Bereits die antiken Griechen verbanden diese Faszination mit Neugier und entwickelten bereits ihre eigenen Erkenntnisansätze, um Fragen wie „Wie weit ist die Erde von der Sonne entfernt?“ zu beantworten. Die Begeisterung für den scheinbar unendlichen Raum jenseits unserer kleinen Erde hält bis heute an. Diese Begeisterung trifft auf echte wissenschaftliche Erkenntnisse im Astrophysik-Kurs der Q13 unter der Leitung von Andreas Röthlein, wo wir uns mit den grundlegenden physikalischen Prozessen, die unser Sonnensystem formen, beschäftigen. Dabei betrachten wir die Planeten unseres Sonnensystems und wie solche kolossalen Körper im Raum entstanden sind. So untersuchen wir unter anderem die extremen Temperaturwechsel des Merkur, den ausgeprägten Treibhauseffekt der Venus und den Schalenaufbau unseres Heimatplaneten. Dabei untersuchen wir auch wie der Mensch es geschafft hat zu Planeten, die Millionen von Kilometern entfernt sind, vorzudringen und ob menschliches Leben jenseits der Erde theoretisch möglich wäre.

In Zeiten von immer effizienterer künstlicher Intelligenz, sowie der rapid fortschreitenden Digitalisierung, werfen sich viele Fragen auf. Besonders im schulischen Sinne stellt sich oft die Frage, wie man Unterricht modernisieren und die Schülerinnen und Schüler auf den digitalen Arbeitsalltag vorbereiten kann. Ein Lösungsansatz stellt das sogenannte Eigenverantwortliche Arbeiten (EVA) dar. Diese Methode wird sehr häufig in naturwissenschaftlichen Fächern angewandt, so auch bei uns im Astrophysikkurs. Im Zuge von EVA haben wir dabei eine digitale Pinnwand mit den wichtigsten Daten über unser Sonnensystem erarbeitet. Neben den Materialien, die vom Kursleiter bereitgestellt wurden, wurde auch Künstliche Intelligenz verwendet. Dabei lernten wir mit KI zu arbeiten und nicht KI für uns arbeiten zu lassen. Anstatt eines klassischen Hefteintrags, bringen sich die Schüler und Schülerinnen die Lehrplaninhalte eigenständig bei, wie es auch während des Studiums immer öfter verlangt wird. Der wesentliche Vorteil hierbei ist, dass durch die individuelle Aneignung ein tieferes Verständnis der Inhalte erzielt wird und die Schüler eigene Produkte, wie eine digitale Pinnwand erschaffen dürfen. Insgesamt spielt EVA eine wichtige Rolle im Rahmen der Modernisierung des Unterrichts, die auch am Kaspar-Zeuß Gymnasium ihre positive Wirkung gezeigt hat.

Unsere Pinnwand zeigt dabei deutlich, wie wir diese Fähigkeiten genutzt haben, um die planetaren Daten, Oberflächenstrukturen, atmosphärischen Besonderheiten und physikalischen Auffälligkeiten übersichtlich und fachlich korrekt zusammenzustellen.

So finden sich darin unter anderem Merkurs großer metallischer Kern, die dichte, CO?-reiche Atmosphäre der Venus, die erdähnlichen Jahreszeiten des Mars oder die enormen Dimensionen der äußeren Planeten. Die Inhalte beruhen auf sorgfältiger Recherche, bei der wir sowohl unser Kursmaterial als auch verlässliche wissenschaftliche Quellen genutzt haben.

Unser Projekt zeigt, wie viel Erkenntnisgewinn entsteht, wenn man sich nicht nur mit Ergebnissen, sondern mit den physikalischen Zusammenhängen beschäftigt, auf denen sie basieren. Wer sich für unser Universum interessiert und Freude daran hat, Naturphänomene wissenschaftlich zu durchdringen, findet im Astrophysik-Kurs genau den richtigen Platz.

Den Link zu unserer Pinnwand finden sie hier: https://padlet.com/maxrau1907/planeten-unseres-sonnensystems-wn6x7fpipmvf9cul

Ein Beitrag der Physik-Elite des KZG
Maximilian Kahlert und Kyrill Pohl

Bildquelle: ESA

Andreas Röthlein