13 Studienreferendarinnen und Studienreferendare herzlich begrüßt

Unser Kaspar-Zeuß-Gymnasium (KZG) begrüßt zum neuen Schuljahr nicht nur die neuen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler sowie die Jugendlichen in der Einführungsklasse ganz besonders. Auch 13 Studienreferendarinnen und Studienreferendare, die ihre Ausbildung für das Lehramt am Gymnasium beginnen, heißen wir herzlich willkommen.
Als langjährig etablierte Seminarschule leistet unser KZG damit erneut einen wichtigen Beitrag zur Ausbildung des Lehrkräftenachwuchses in Bayern.

Die jungen Lehrkräfte haben ihr Erstes Staatsexamen bereits erfolgreich abgelegt und starten nun den zweiten Abschnitt ihrer Ausbildung, der mit dem Zweiten Staatsexamen abschließt. Der Weg dorthin führt durch drei Ausbildungsabschnitte, die Theorie und Praxis eng miteinander verbinden.

Im ersten Halbjahr sind die Referendarinnen und Referendare am Kaspar-Zeuß-Gymnasium eingesetzt. Hier lernen sie den Schulalltag kennen, hospitieren im Unterricht und sammeln erste eigene Erfahrungen vor der Klasse. Nach den Herbstferien übernehmen sie bereits eigenständig Klassen und gestalten zusammenhängenden Unterricht. Dabei werden sie sowohl von den Seminarlehrkräften als auch von erfahrenen Betreuungslehrkräften eng begleitet und unterstützt.

Anschließend wechseln die angehenden Lehrkräfte für zwei Halbjahre an eine oder zwei Einsatzschulen. Dort unterrichten sie selbstständiger und mit einem größeren Unterrichtsdeputat. Zum Abschluss ihrer Ausbildung kehren sie wieder an unser Kaspar-Zeuß-Gymnasium zurück. Im letzten Ausbildungsabschnitt stehen neben weiteren Unterrichtsbesuchen die mündlichen Staatsexamensprüfungen in Pädagogik und Psychologie, Schulrecht und staatsbürgerlicher Bildung sowie in den jeweiligen Fachwissenschaften an.

In diesem Ausbildungsjahr heißt das KZG insgesamt 13 Referendarinnen und Referendare mit sieben verschiedenen Fächerverbindungen willkommen. Die Ausbildung erfolgt an der Schule in den Fächern Deutsch, Geschichte, Politik und Gesellschaft, Englisch, Biologie und Chemie.

Dabei legt die Schule großen Wert darauf, den angehenden Lehrkräften den Einstieg in ihren neuen Lebensabschnitt zu erleichtern. Viele von ihnen kommen aus unterschiedlichen Regionen Bayerns nach Kronach und verbringen einen bedeutenden Teil ihrer Ausbildung am KZG. Um ihnen das Ankommen zu erleichtern, sind bereits in den ersten Tagen gemeinsame Aktivitäten geplant. So stehen ein gemeinsames Frühstück mit den Seminarlehrkräften sowie eine Stadtführung durch Kronach auf dem Programm. Diese wird von den beiden Seminarlehrkräften Dr. Andreas Müller und Rainer Gräbner begleitet und bietet den neuen Kolleginnen und Kollegen die Gelegenheit, ihre neue Wirkungsstätte kennenzulernen und erste Kontakte zu knüpfen.

Mit diesem Engagement verfolgt das KZG ein klares Ziel: Die Referendarinnen und Referendare sollen sich nicht nur fachlich, sondern auch persönlich gut aufgehoben fühlen. Angesichts des zunehmenden Lehrkräftemangels ist es der Schule ein wichtiges Anliegen, junge Lehrkräfte frühzeitig für die Region zu begeistern. Im besten Fall, so die Hoffnung, entscheiden sich einige nach erfolgreichem Abschluss ihrer Ausbildung für eine berufliche Zukunft in der Region.

Gleichzeitig möchte die Schule auch ein Zeichen gegen den oftmals belasteten Ruf des Referendariats setzen. Durch eine intensive Betreuung, eine offene Atmosphäre und eine wertschätzende Zusammenarbeit soll deutlich werden, dass die Ausbildungszeit zwar fordernd, aber zugleich von gegenseitiger Unterstützung geprägt sein kann.

Unsere Schulfamilie freut sich besonders auf die neuen Impulse, die die jungen Kolleginnen und Kollegen aus ihrer universitären Ausbildung mitbringen. Neue Ideen, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und innovative Unterrichtsansätze bereichern dabei nicht nur die Schülerinnen und Schüler, sondern auch das gesamte Kollegium.

„Es profitieren beide Seiten von der Seminarschule. Durch die jungen Lehrkräfte sind einige Aktionen im Schuljahr möglich, die sonst vielleicht nicht organisiert werden könnten. Auch das Kollegium profitiert von den jungen Kolleginnen und Kollegen, die noch ganz nah an der universitären Ausbildung sind, während diese wiederum von den Erfahrungen meines Kollegiums lernen können“, betont unsere Schulleiterin Claudia Metzner.

Mit dem Start des neuen Ausbildungsjahrgangs setzt unser Kaspar-Zeuß-Gymnasium seine erfolgreiche Tradition als Ausbildungsstätte für angehende Gymnasiallehrkräfte fort und blickt erwartungsvoll auf die gemeinsame Arbeit mit den neuen Referendarinnen und Referendaren. Neben einer fundierten Ausbildung soll dabei vor allem eines vermittelt werden: dass das KZG nicht nur ein Ausbildungsort, sondern auch ein Stück berufliche Heimat sein kann.

Verena Zeuß