Französische Austauschschüler zu Gast am KZG

Eine Woche lang besuchten französische Austauschschüler des Kaspar-Zeuß-Gymnasiums die Kreisstadt. Sie hatten viel Spaß beim kulturellen Austausch. Nach erlebnisreichen Tagen ging es für sie am Freitag - voller neuer Eindrücke - wieder nach Hause.

Kronach- „Kronach ist schön“, schwärmt Eliza Gude in einem beeindruckend guten Deutsch. Dann ergänzt sie schmunzelnd: „Nur der Dialekt ist manchmal etwas anstrengend.“ Die 14-Jährige ist Schülerin der französischen Partnerschule des KZG, das Collège Paul Dardé in Lodève. Bereits im vergangenen Winter beteiligte sie sich am Schüleraustausch und war damals so begeistert, dass sie auch heuer wieder gerne in die Lucas-Cranach-Stadt kam..

 

Dass sie so gut Deutsch spricht, liegt daran, dass ihre Mutter Deutsche ist. Deswegen war Eliza schon in verschiedenen Städten in Bayern, aber auch in Köln und Berlin. Dass Kronach „nur“ eine Kleinstadt ist, stört die Französin überhaupt nicht. Im Gegenteil! „Ich mag die Architektur, die schönen alten Häuser und die hügelige Landschaft“, sagt sie. Und auch das KZG gefällt ihr sehr, weil es so modern sei – und zudem viel größer als ihre Schule zuhause. Gut findet sie, dass man in Deutschland nicht so lange Schule habe. Außerdem gehe es hier viel lockerer zu. In ihrer Schule in Frankreich hätten die Schüler fast jeden Tag Nachmittagsunterricht. „In Deutschland haben die Schüler mehr Freiheiten und Freizeit“, zeigt sie sich sicher.

In Frankreich ist das Schulsystem anders gegliedert als in Deutschland. Die Jahrgangsstufen, in denen sich die Austauschschüler befinden, sind vergleichbar mit den 8. und 9. Klassen in Deutschland. Was Eliza und auch den anderen Austauschschülern nicht so gefällt, ist das frühe Aufstehen, um mit dem Zug beziehungsweise dem Bus rechtzeitig zum Schulbeginn in die Schule zu kommen. Das bestätigt auch der gleichaltrige Leander Beckett, dessen Eltern ebenfalls Deutsche sind. Auch er ist zum zweiten Mal in Kronach. Die Stadt sei noch schöner, als er es sich damals vorgestellt habe. „Die Einwohner hier sind sehr nett und freundlich“, freut er sich. Beide kommen prima mit ihrer Gastfamilie aus. Gesprochen wird Französisch, Deutsch und auch ein wenig Englisch. Beim Austausch gehe es ihnen insbesondere darum, andere Kulturen kennenzulernen und zu sehen, wie die Menschen woanders lebten. Was ihnen am besten hier gefällt? Die Antwort kommt von Beiden wie aus der Pistole geschossen: „Die vielen Weihnachtsmärkte, die sind wirklich schön.“ Weihnachtsmärkte gebe es bei ihnen zuhause nur in den größeren Städten. Nur den Schnee hätten sie heuer schon ein wenig in Kronach vermisst. Da sie auch viele Unternehmungen und Ausflüge gemeinsam in der Gruppe oder auch privat in den Gastfamilien unternommen hätten, hätten sie einen guten Eindruck von der Region gewinnen können. Das abwechslungsreiche Programm war von der Hauptorganisatorin, Oberstudienrätin Susanne Reber, sowie weiteren Verantwortlichen vom KZG zusammengestellt worden.

Bei dem einwöchigen Besuch standen dabei - neben Unternehmungen in den Gastfamilien - ein Ganztagesausflug nach Bamberg mit Besuch des Weihnachtsmarkts, des Weltkulturerbes und ausgewählter Bamberger Krippen auf dem Programm. Desweiteren war man beim Schlittschuhlaufen in der Eissporthalle in Sonneberg. Man unternahm eine Schlossführung im Wasserschloss Mitwitz und eine Wanderung entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze. Eine Stadtrallye führte quer durch Kronach. Im nördlichen Landkreis besuchten die Austauschschüler die Confiserie Burg Lauenstein sowie das Unternehmen Wiegand Glas, das sie bei einer Betriebsführung erkundeten. Zudem nahmen sie an einem Vormittag am Unterricht in den jeweiligen Klassen teil.

Auch in diesem Jahr verging die Zeit viel zu schnell. So ging es für alle - nach einer erlebnisreichen Woche - wieder ab nach Hause. Bei ihrer Rückreise nach Frankreich legten sie einen Zwischenstopp in Rothenburg ein. Der Kronacher Gegenbesuch am Collège Paul Dardé in Lodève ist für Frühjahr 2015 geplant. hs                

Lodève: gehört zu der Region Languedoc-Roussillon, im Département Hérault. Die Altstadt liegt zwischen den Flüssen Lergue und Soulondre, am Fuße des Causse du Larzac-Plateaus und der Montagne Noire. Die Stadt ist eine vorrömische (keltische) Gründung. Heute spielt nicht zuletzt aufgrund der landschaftlich schönen Lage der Fremdenverkehr eine herausragende Rolle. Der nationale Rat für Geschichts- und Kunststädte und -landschaften hat 2006 der Stadt Lodève den offiziellen Titel „Ville d’art et d’histoire“ (Stadt der Kunst und der Geschichte) zuerkannt. 

 

Viel Spaß hatten die französischen Austauschschüler (von links) Alma Becket, Leander Becket, Eliza Gude und Svenja Hofmann bei einer „Zitronenübung“. Spielerisch wurde dabei - unter Leitung von Oberstudienrätin Susanne Reber - das Thema individuelle und kulturelle Unterschiede aufgegriffen.

 

Eine Woche lang besuchten französische Austauschschüler des Kaspar-Zeuß-Gymnasiums die Kreisstadt. Auf dem Bild posieren sie vor dem Konterfei von Johann Kaspar Zeuß.

 

Heike Schülein

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