Geschichte aus erster Hand

 

 

 

 

 

Am Donnerstag vor den Ferien besuchte Siegfried Wittenburg das Kaspar-Zeuß-Gymnasium, um den Schülerinnen und Schülern der 10. Klassen von seinem Leben in der DDR zu erzählen...

 

Bis auf den letzten Platz war die Mensa des KZG gefüllt, als Wittenburg mit seinem Vortrag, der von der Landeszentrale für politische Bildung in München initiiert wurde, begann. Unter der Überschrift „Leben in der Utopie oder Der Alltag in einem verschwundenen Staat“ ging es ihm nicht darum, nur von der Stasi oder irgendeinem Geheimdienst zu erzählen, sondern darum, die Lebenserfahrung, die ein Mensch macht, wenn er in einer Diktatur lebt, die sich nicht immer wie eine solche anfühlt, zu vermitteln. Anhand zahlreicher eigener Fotografien erzählte er aus seinem Leben in der DDR. Gesprochene Worte konnten gefährlich werden, geschriebene noch viel mehr, aber mit Fotografien war das anders, vor allem mit dokumentarischer Fotografie. Die ersten Veröffentlichungen seiner Fotos fanden dennoch noch zu DDR-Zeiten statt. In seinem Vortrag am 10. April zeigte Herr Wittenburg Bilder, die zwischen 1978 und 1996 entstanden und die Geschichte des Staates beeindruckend abbildeten.

 

Angefangen bei seiner Kindheit und Jugend in Mecklenburg-Vorpommern endete der interessante Diavortrag mit der friedlichen Revolution und dem Mauerfall 1989. Er selbst sagt von sich: „Ich habe drei Leben. Eins im Sozialismus, eins im Kapitalismus und eins dazwischen.“

Da das Leben und der Alltag in der DDR im Geschichtsunterricht der 10. Klassen einen großen Raum einnimmt und viele Jugendliche gerade diesen Teil besonders interessant finden, ergänzten die anschaulichen Erzählungen den Unterricht. Ohne Schwarz-Weiß-Zeichnungen oder Anklagen und Schuldzuweisungen wurden viele Facetten des Lebens im Sozialismus eindrucksvoll beleuchtet.

Nicht zuletzt die Stille im Raum, die über 90 Minuten herrschte, bewies die hohe Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler, die dem Vortrag folgten.

 

Das KZG bedankt sich herzlich bei Herrn Kolitsch von der Landeszentrale und Herrn Wittenburg für den Besuch und hofft auf eine Fortsetzung der Vortragsreihe in den nächsten Jahren.

 

 

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