Fahrt der neunten Klassen zur KZ-Gedenkstätte Buchenwald

index.jpgAm Donnerstag, den 22.3.2018, um 7.40 Uhr fuhren die 9. Klassen mit Frau Bauerschmidt, Herrn Breitenbach, Frau Häfner und Herrn Knäblein zur KZ-Gedenkstätte Buchenwald,...

...in dem zwischen 1937 und 1945 278.000 Häftlinge aus mehr als 50 Ländern, darunter 30.000 Minderjährige und 28.000 Frauen, inhaftiert waren. Unser Bus kam um 10.15 Uhr an der KZ-Gedenkstätte an, wo jeder Klasse eine Betreuerin zugeteilt wurde. Die Klasse 9c wurde von der Studentin Meri Asryan begleitet, die uns zuerst allgemeine Informationen über den Ort vermittelte und uns an einer Karte einen Überblick über das Gelände verschaffte. Sie fragte uns, warum der Standort für ein KZ gewählt worden sei. Daraufhin wiesen wir auf die zentrale Lage innerhalb Deutschlands und auf die Nähe zur nur wenige Kilometer entfernten damaligen Thüringer Landeshauptstadt Weimar hin.

Dann begaben wir uns zum „Caracho-Weg“, der seinen Namen der Tatsache verdankt, dass auf diesem Weg die Häftlinge zum Eingangstor getrieben wurden. Von dort gingen wir zu den Arrestzellen (Bunker), in dem auch der Pfarrer Paul Schneider, der als „Prediger von Buchenwald“ bekannt ist, inhaftiert war. Er hatte den Hitlergruß verweigert oder an Hitlers Geburtstag die Mütze nicht abnehmen wollen. Danach liefen wir zum Appellplatz, auf dem jeden Morgen die Häftlinge, gleichgültig ob Sommer oder Winter, nur mit einem Pyjama gekleidet zur Zählung Stunden lang stehen mussten. Besonders genau betrachteten wir uns das Eingangstor mit der Inschrift „Jedem das Seine“. Von dem Appellplatz aus konnte man sehen, dass die Grundflächen der vielen Baracken gekennzeichnet sind, die Baracken selbst aber nicht mehr stehen.

Daraufhin kamen wir zu dem wohl schaurigsten Ort, den Öfen, in denen 56.000 Tote aus dem KZ Buchenwald verbrannt wurden. Dort fielen uns die zahlreichen Rosen auf, die zusammen mit kleinen Gedenkzetteln in den geöffneten Öfen lagen. Offenbar war kurz zuvor eine Besuchergruppe aus Japan hier gewesen, was wir an den Schriftzeichen der Farbbänder, vor allem aber an der darauf befindlichen kleinen Fahne erkennen konnten. Anschließend gingen wir in einen nachgebauten Medizinraum, indem mehrere tausend Gefangene ermordet wurden.

Unsere letzte Station war eine Gedenktafel für die Opfer des Konzentrationslagers. Diese Gedenktafel ist in den Boden eingelassen und dauerhaft auf 37 Grad, also auf die Körpertemperatur, erhitzt. Somit war die Gedenktafel auch bei den Minustemperaturen am Tag unseres Besuchs nicht von Eis oder Schnee bedeckt. Wie schon in den Öfen, so hatten auch hier Besucher Blumen niedergelegt. Herr Breitenbach bedankte sich bei unserer Begleiterin Meri Asryan für die sehr gute Führung, während der sie uns häufig mit einbezogen hatte.

Nach der Mittagspause besuchten wir die Dauerausstellung zur Geschichte des KZ Buchenwald im ehemaligen Häftlingseffektenhaus. Dort bearbeiteten wir die von den Geschichts- und Religions- bzw. Ethiklehrern vorbereiteten Aufgaben über den Nationalsozialismus und das KZ Buchenwald. Vor allem konnten wir uns mit dem Leben einzelner Personen, die im KZ Buchenwald inhaftiert waren, auseinandersetzen.

Um 14.30 Uhr sahen sich alle Klassen zusammen in dem Kino der Gedenkstätte einen Film über das KZ Buchenwald an, in dem einzelne Überlebende wie der ehemalige jüdische Häftling Rolf Kralowitz über ihr Leben im Lager berichteten. Um 15.10 Uhr fuhren wir wieder Richtung Kronach, wo wir gegen 17.30 Uhr ankamen.

index.jpg

Christian Maurer, 9c

Drucken

Wir helfen Ihnen gerne weiter.Logo-KZG-300.jpg

 

Kaspar-Zeuß-Gymnasium | Langer Steig 1  | 96317 Kronach
Telefon: 09261 / 50456 - 0 | Fax: 09261 / 50456 - 56 | Mail: sekretariat@kzg.de