Digitale Medien im Schulalltag

HomepageViele Schüler kennen es: Man sitzt im Physik-Unterricht und versteht mal wieder nur einen Teil. Und selbst wenn man zuhause versucht, den gelernten Stoff nachzuvollziehen, klappt dies auch beim zweiten Versuch nicht.

Um dieses Szenario künftig zu vermeiden, wollen zehn Schülerinnen und Schüler am Kaspar-Zeuß-Gymnasium Abhilfe schaffen. Im P-Seminar „E-Learning“ unter der Leitung von OStR Martin Jungkunz haben sie sich dieses altbekannten Schülerproblems angenommen.

Doch was ist E-Learning überhaupt?

Der Seminarteilnehmer Elias Fischer definiert E-Learning für sich wie folgt: „Unter E-Learning versteht man die Unterstützung und Vertiefung von Lernprozessen durch den Einsatz von elektronischen oder digitalen Medien“. Dazu werden häufig Angebote im Internet, wie zum Beispiel die Lernplattform „MEBIS“ genutzt. Diese Website umfasst beispielsweise ein Infoportal, eine Mediathek mit Videos und Bildern, ein Prüfungsarchiv sowie eine Lernplattform mit verschiedenen Online-Räumen, die individuell gestaltet werden können. Zwei solcher Räume wurden auch im P-Seminar „E-Learning“ geschaffen, um für die 7. und 8. Klassen schülerfreundliche Lernmodule im Fachbereich Physik bereitzustellen.

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Um dieses hochgesteckte Ziel zu erreichen, haben sich die Seminarteilnehmer die verschiedenen Themenbereiche aus dem Lehrplan untereinander aufgeteilt. In den unterschiedlichen Fachrichtungen Wärmelehre, Optik, Mechanik, Messen und Elektrik gibt es mehrere Versuche, die das Seminar durchgeführt hat. Im Anschluss daran galt es, passende Arbeitsblätter auf die Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler zuzuschneiden. „Jeder von uns hat nach den Experimenten in der Schule zuhause am Computer vereinfachte Vorgaben erstellt. Die haben wir dann zusammen mit Bildern der Versuchsdurchführung in das jeweilige Modul eingeordnet.“, sagt Florian Streifinger, einer der Seminarteilnehmer, „Außerdem hat jeder Arbeitsaufträge, Übungsblätter, Videos und Online-Tests zum jeweiligen Thema hinzugefügt.“

Doch was ist der Mehrwert des digitalen Lernens?

Die Idee dahinter ist, dass diese Module von Physik-Lehrkräften am KZG nach Belieben mit in den eigenen Unterricht eingebunden werden können, um bestimmte Fachbereiche zu vertiefen. Dabei sollen die Schüler der Unter- und Mittelstufe in den Unterrichtsstunden die Versuche durchführen und auswerten. Anschließend sollen die erstellten Übungsblätter mit Hilfe von Online-Anwendungen, sogenannten „Applets“, ausgefüllt werden. Daheim können die Schüler schließlich die beigefügten Videos und Tests zur Vertiefung und Überprüfung des Wissens nutzen.

Homepage IDie Klasse 7a durfte bereits zwei dieser Module in zwei Unterrichtseinheiten zum Thema Optik testen. Dabei führten die Schülerinnen und Schüler die Experimente durch und bearbeiteten danach mit Hilfe von neuen Tablets der Schule das zugehörige Übungsblatt. „Die zwei Stunden mit dem P-Seminar waren einmal etwas anderes. Sie brachten spannende Abwechslung zum normalen Unterricht“, meint eine Schülerin der 7a. Dieses Feedback nehmen die Seminaristen gerne auf, um die Arbeit an ihren Online-Modulen passgenau auf ihre jüngeren Mitschülerinnen und Mitschüler zuzuschneiden.

Die erstellten Online-Räume stehen jetzt der Schule und insbesondere den Physiklehrkräften zur Verfügung und sollen ein weiteres Puzzleteil sein, die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler am KZG zu verbessern und die Lust am Lernen zu steigern.

„Digitalisierung wird an den bayerischen Schulen sehr groß geschrieben. Die Ergebnisse des P-Seminars sind ein weiterer Baustein am KZG, die Digitalisierung voranzutreiben. Dabei geht es nicht um einen blinden Technikwahn, sondern um die Vorbereitung unserer Schülerinnen und Schüler auf eine sich verändernde Umwelt und Gesellschaft“, fasst Martin Jungkunz die Zielsetzung und den Erfolg des Seminars zusammen.

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